Montag, 20. September 2010

Angekommen

Am Wochenende hatte ich ein sehr intensives Gespräch mit meinem Herrn Mann. Er sah mich so komisch an und ich war schon versucht, zu fragen, was denn sei, er schaue so. Aber er fing von alleine an zu sprechen und teilte mir folgendes mit:

Kannst du dich noch erinnern? Damals, da waren wir gerade frisch zusammen und du hast mir gleich mitgeteilt, dass du eigentlich mal Hausfrau und Mutter werden willst. Dass dies dein grösster Wunsch sei und als du dann endlich Mutter warst, warst du kreuzunglücklich und hast dir das alles gar nicht so vorgestellt.
Und weisst du, was das Schönste ist? Momentan habe ich das Gefühl, dass du in dir ruhst. Dass du endlich Hausfrau und Mutter bist und auch Erfüllung in diesem Tun gefunden hast. Du bist entspannt, du strahlst richtig.

Und ja, er hat recht. Angekommen. Irgendwie. Ich habe jahrelang, wenn nicht jahrzehntelang gekämpft. Um alles Mögliche und Unmögliche. Ich habe viele tiefe Täler durchwandert und nun sitze ich gerade mal oben auf dem Berg und lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen, denn die Wolkenschicht befindet sich unter mir.

Das rührt mich richtig und ich bekomme ein schlechtes Gewissen, denn eigentlich kann ich es mir nicht leisten, diesen Zustand noch lange zu geniessen. Im wahrsten Sinne des Wortes...

Kommentare:

  1. Ich bin in dieser Rolle niemals nie angekommen. Dabei könnte ich es mir leisten.
    Schade.

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  2. Wie schön, dass er es gemerkt hat und dass ihr so darüber reden konntet. Da weiß man wieder, was man hat, oder?

    Aber das ist schon so... Leider ist meist die andere Seite des Zauns grüner.

    Umso mehr wünsche ich dir, dass du die Zeit genießt, auch wenn du nicht mehr so viel davon übrig hast.

    Drück dich!

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  3. Du hast doch ein Recht auf das Jetzt. Genieß es und basta. ;)

    Es ist schön, dass er es gemerkt hat und ihr darüber so reden konntet. :)

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